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Dieses Thema hat 0 Antworten
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 Blues aus Deutschland
Günni53 Offline



Beiträge: 309

05.01.2013 12:34
RE: Jan Hirte's Blue Ribbon feat. Nayeli - Singing the Blues (2011) antworten

Jan Hirte's Blue Ribbon feat. Nayeli - Singing the Blues (2011)





Total time: 64:43
Label: Stormy Monday Records
Styles: Blues, Contemporary Blues, Soul
Year: 2011
Live recorded: Yorckschlösschen Berlin, 26.10.2011


Tracklist:
01. Boom Bello (Raphael Wressing)
02. Hold On, I'm Coming (Hayes, Porter)
03. Jealous Girl (John Lennon)
04. She Moves On (Johnny 'Guitar' Watson)
05. I Always Will (Jan Hirte)
06. Hold it Right There (Eddie 'Cleanhead' Vinson
07. Baby I Love You (Ronnie Shannon)
08. All I Can Do Was Cry (Davis, Gordy)
09. Chain of Fools (Don Covoy)
10. Mr. Nice Guy (Uli Wagner)
11. Barefootin' in the Sand (Jan Hirte, Tommy Schneller)
12. I Just Want to Make Love to You (Willie Dixon)
13. I'd Rather Go Blind (Jordan Ellington)
14. My Babe (Willie Dixon)



Line up:
Nayeli (voc)
Jan Hirte (guitar, vocals)
Uli Wagner (bass, vocals)
Sebastian Trupart (drums)
Matthias Falkenau (piano, keybords)
Patrick Braun (tenorsax)
Wolfram Segond von Bnachet (bariton-sax, horn arrangements)


Von Jan Hirt's Blue Ribbon hatte ich schon mehrfach gehört, aber zum Kauf einer Scheibe kam es erst nach dem Hören des track 03 = I'd Rather Go Blind (Live) (2011) auf dem Sampler Bluesnews Collection, vol.7 (2012). Auf diesen Titel fahr ich eh ab und habe den von einer Vielzahl von Interpreten. Siehe auch die Kurzrezenssion in Bluesnews Nr. 72 - Seite 40


Kurzbeschreibung
Jan Hirte's Blue Ribbon Band im Yorckschlösschen in Berlin ist eine brillante Live Aufnahme, die an die Soul (R&B) Ära während der 60er und 70er Jahre erinnert, als es in der Musik noch um Berührung und Kreativität ging. Besonders gefeatured wird Nayelis beispielloser Gesang der von der Band perkekt unterstützt wird. Nayelis stimmliche Freiheit erinnert mich an die Tage von Janis Joplin ... sie holt alles heraus und überzeugt gleichzeitig bei ihrer Darbietung der Texte. Jan Hirtes bluesige Akkorde und Licks auf der Gitarre, kombiniert mit sehr geschmackvollen Hammond, Fender Rhodes und Piano Sounds von Matthias Falkenau, einem tighten Bläsersatz mit Patrick Braun am Tenor und Wolfram Segond von Banchet am Bariton und den Bläserarrangements, einem groovenden Uli Wagner am Bass und Sebastian Trupart, der am Schlagzeug alles beisammen hält, kreieren eine Atmosphäre die dich mitzieht als ob du dabei wärest! ... wie damals in den Tagen von Richard Tee und Donny Hathaway. Danke Blue Ribbon für dieses beeindruckende Tribut an die Soul Musik. Glückwunsch!! Keith Tynes (ex Platters)

(Quelle: Amazon.de)



Sie haben beides: Blues und Soul. Was Jan Hirte mit seiner Band Blue Ribbon im Oktober letzten Jahres im Berliner Yorkschlösschen auf die Bühne gebracht hat, hat Stormy Monday als Album veröffentlicht. Unterstützt wird die Band des Gitarristen dabei von der famosen Sängerin Nayeli.
Zwei Anmerkungen aus der Provinz vorweg: Das Berliner Yorkschlösschen ist so ziemlich der einzige Grund, der mich die Berliner manchmal beneiden lässt. Was man dort an Blues, Soul und Jazz immer wieder zu hören bekommt, gibt es so kaum ein zweites Mal. Und: Warum eigentlich ist Jan Hirte noch nicht längst im ganzen Land als einer der besten Gitarristen bekannt?
Jan Hirte's Blue Ribbon gehört sicherlich mittlerweile zu den besten Live-Bands nicht nur der Berliner Blues-Szene. Das kann man wunderbar an "Singing The Blues" nachhören: Jan Hirte gehört nun gerade nicht zu den Gitarristen, die sich überall mit ihrer Fertigkeit in den Vordergrund schieben muss. Doch wenn er mal ein Solo spielt, dann ist es stimmig und einprägsam zu jedem Zeitpunkt. Ansonsten hält er mit seinem Instrument den Laden zusammen und treibt seine Kollegen voran. Hier merkt man die jahrelange Erfahrung als Begleitmusiker etwa von Tommy Schneller oder anderen Musikern. Und auch die Erfahrung der Band als solcher, die traditionsgemäß die Blues-Sessions im Yorkschlößchen eröffnen. Ein großer Teil des Programmes ist denn auch mit Klassikern gefüllt: "Hold On, I'm Coming" findet sich ebenso wie "Chain Of Fools" oder "My Babe". Die Band spielt wie aus einem Guss, gibt nicht etwa eine billige Blues-Brothers-Kopie sondern bringt immer in den Solos die eigenen Ideen in die Werke ein. Und dann gibt es immer Wieder Stücke, bei denen man sich verwundert fragt: Woher kenne ich diese Nummer eigentlich? Dabei kennt man sie wohl eher doch nicht. Denn sie stammen aus der Feder von Hirte ("I Always Will", "Barefootin' In The Sand") oder auch von Sanger/Bassist Uli Wagner ("Mr. Nice Guy"). Und da merkt man dann auch, dass Blue Ribbon eben auch eine gute Jazzband ist und keine reine Soul-/Blues-Band.
Wenn auf "Singing The Blues" etwas besonders heraussticht, dann ist das die unwahrscheinliche Stimme von Nayeli. Dass man von ihr außerhalb Berlins bislang noch wenig gehört hat (zumindest nicht im Raume Vorpommern), dann liegt das einfach daran, dass sie zur Zeit noch an ihrem ersten Album arbeitet. Wenn sie darauf ebensolche Gänsehaut fabrizieren kann wie bei "Jealous Girl" "All I Could Do Was Cry", dann steht da eine große Soulsängerin zur Entdeckung an.
Insgesamt ist "Singing The Blues" ein prima Live-Album aus hiesigen Landen voller Spielfreude und ohne Klischees.

Quelle: paperblog.com; erstellt am 5. März 2012 von Wasser-Prawda)

Link:
http://www.janhirte.de/

[ Editiert von Günni53 am 05.01.13 12:41 ]

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Solange es Menschen auf der Welt gibt, wird es den Blues geben.
Ihn mit Gleichgesinnten zu teilen, ist ein Geschenk." (Crazy Chris Kramer)

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